Das Nordfriesische Friedhofswerk
Im Jahr 2017 gründete der Kirchenkreis Nordfriesland das Ev.-Luth. Nordfriesische Friedhofswerk (NFW) aufgrund veränderter wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen im Bestattungswesen. Das NFW ist Träger von derzeit 42 Friedhöfen im Gebiet des Ev.-Luth. Kirchenkreises Nordfriesland. Die Trägerschaft umfasst die rechtliche, organisatorische und wirtschaftliche Verantwortung für den Betrieb und die Unterhaltung der Friedhöfe.
Wirtschaftlich. Verlässlich. Zukunftsorientiert.
Die seit der Gründung im Jahr 2017 angestrebten organisatorischen und wirtschaftlichen Ziele wurden konsequent umgesetzt. Standardisierte Abläufe, ein effizientes Finanz-, Flächen- und Personalmanagement sowie eine zentrale Verwaltung haben stabile Strukturen geschaffen. Diese sichern den langfristigen Betrieb der Friedhöfe und bieten Planungssicherheit.
Friedhöfe als besondere Orte
Friedhöfe sind Orte der Erinnerung, der Ruhe und der Begegnung. Zugleich sind sie Teil der regionalen Kultur- und Naturlandschaft. Das NFW legt großen Wert darauf, nachhaltiges Friedhofsmanagement mit christlicher Werteorientierung zu verbinden. Die Friedhöfe im NFW bieten Raum für Trauer, Gedenken und zugleich vielfältige ökologische Funktionen als Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
Blick nach vorn
Bestehende Strukturen werden kontinuierlich weiterentwickelt, auf sich stetig verändernde Rahmenbedingungen reagiert und Friedhöfe verantwortungsvoll in die Zukunft geführt.
Unsere Leitlinien
Wirtschaftlich und verantwortungsvoll
Effiziente, kostendeckende Bewirtschaftung der Friedhöfe.
Natur und Kultur im Fokus
Friedhöfe als Orte der Erinnerung und als Lebensraum für Flora und Fauna.
Service und Nähe
Klare Zuständigkeiten und verlässliche Erreichbarkeit durch regionale Reviere vor Ort sowie eine zentrale Verwaltung.
Hintergründe zur Werksgründung
Das Friedhofswesen im Kreis Nordfriesland liegt überwiegend in der Verantwortung der evangelisch-lutherischen Kirche. Auf rund 85 Friedhöfen mit fast 100 Hektar Fläche trifft eine große Friedhofsfläche auf eine Einwohnerzahl von rund 170.000 Menschen. Träger von 42 dieser Friedhöfe ist das NFW, die weiteren 43 befinden sich noch in der Trägerschaft der jeweiligen Kirchengemeinde.
Ein verändertes Bestattungsverhalten stellt für die Friedhofsträger eine große Herausforderung dar. Urnenbestattungen sowie alternative Bestattungsformen haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Gleichzeitig bestand von kirchlicher wie kommunaler Seite der ausdrückliche Wunsch, die Friedhöfe im Dorf zu lassen. Vor diesem Hintergrund wurde zwischen Friedhofsträgern und Kommunen eine Optimierung der Bewirtschaftung vereinbart.
Bei Übertragung der Trägerschaft auf das NFW bleiben Kirchengemeinden und Kommunen durch einen gemeinsamen Ausschuss eingebunden, in dem sie ihre Erfahrungen und Perspektiven einbringen.
Die Reviere des NFW
Organisatorisch ist das NFW in eine Verwaltungszentrale in Breklum und vier Reviere mit jeweils einer Revierzentrale aufgeteilt.

Zum Revier I (mit der Zentrale in Niebüll) gehören: Niebüll, Deezbüll, Aventoft, Braderup, Emmelsbüll, Horsbüll, Klanxbüll, Klixbüll, Neugalmsbüll, Neukirchen, Rodenäs
Aus dem Revier II sind zur Zeit noch keine Friedhöfe beigetreten.
Zum Revier III (mit der Zentrale in Husum) gehören: Husum Ost-, Süd,- Westfriedhof, Schobüll, Hattstedt, Olderup, Ostenfeld, RuheForst Ostenfeld
Zum Revier IV (mit der Zentrale in Garding) gehören: Friedrichstadt, Garding (Alter Friedhof, Neuer Friedhof), Katharinenheerd, Kating, Kotzenbüll, Oldenswort (Alter Friedhof, Neuer Friedhof), Osterhever, Poppenbüll, St. Peter-Ording (Alter Friedhof, Bövergeest, Ording), Tating, Tetenbüll, Tönning (Alter Friedhof, Neuer Friedhof), Uelvesbüll, Vollerwiek, Welt, Westerhever, Witzwort (Alter Friedhof, Neuer Friedhof)
